boah, ich schmelze!

Schieben wir es auf diese unerträgliche Schwüle. Sie macht mich nervös. Sie macht mich… ruhelos. Ich habe heute ungefähr fünfmal einen Text angefangen und versucht zu beschreiben wie ich mich fühle, was ich denke und was ich glaube was gerade (mit mir) passiert. Aber alle Versionen landeten – bye bye – im Datennirwana.

Ich habe dieses Gedicht für Herr A. geschrieben, ja. Das einzig Produktive heute.
Weil ich das so fühle. Vielleicht irritiere ich jemanden damit, das ist okay.
Es ist an sich alles ist ein recht komplexer Sachverhalt.
Viele Gefühle die mir nicht gefallen… aber nur wenig Widersprüchlichkeit dabei. Und nur weil’s mir nicht gefällt, ist es nicht gleich falsch. Vielleicht sollte ich mich einfach darauf einlassen und abwarten. Je mehr ich mich dagegen wehre, um so unangenehmer wird es. Ich weiß. Ich kenne das schon.

Ich verstehe erst jetzt… so richtig, dass ich nicht mehr zurück kann. Nicht wegen gestern (mein neuer Job), sondern so ganz allgemein dieses Spirit-Worker-Ding. Ich habe eine Welt des Irrsinns und der Irrationalität betreten, aus der ich nie wieder raus finden werden, wenn nicht ein Wunder geschieht. Ich fühle mich sehr, sehr verwirrt und vielleicht auch ein wenig fremdbestimmt. Dabei spielt es keine Rolle ob ich es mit realen Göttern zu tun habe oder mit Seelenkräften aus mir selbst.
Das ist großes Voodoo.

Und es ist heute auch noch furchtbar schwül und heiß. Am liebsten würde ich auf dem kühlen Boden liegen und nichts weiter tun, einfach nur warten bis es wieder besser ist. Dem Kater ist auch warm, vorhin hab ich ihm Luft zugefächert und er hat sich auf den Rücken gelegt und alle Pfoten von sich gestreckt. ❤ ❤ ❤
Aber Himmel, diese Schwüle und Hitze ist… krass. Ich sehne mich so nach dem erlösenden Gewitter, nach so richtigem Platzregen. Die dicken Tropfen auf meiner Haut, der Wind, der Geruch, das Dröhnen des Donners. Ich will das so… das ist kaum auszuhalten. Und ja, ich bin mir gerade selbst der Zweideutigkeit meiner Worte bewusst geworden.
Was soll ich sagen? So ist es halt.

Vorhin hat die UWZ angezeigt, dass sich etwas goßes nähert und draußen wurde alles wolkig. Aber es zog wie immer vorbei. Weiter oben im Norden und in der Mitte Deutschlands geht’s voll ab. Mein neuer Boss mag die Gegend nicht (höchsten wenn’s Wein gibt haha), glaub ich. Thor mag sie auch nicht, die beiden scheinen sich diesbezüglich einig zu sein, dass das hier eine solare Stadt ist und überlassen’s Herr A sich zu kümmern. Und Der hat natürlich kein Interesse an Regen. Ja. So könnte man’s betrachten, nicht? Dabei ist heute DONNERSTAG!!! Mann!
Das ist so extrem unbefriedigend. Ich will jetzt endlich ein Gewitter! Ich schmelze!

Es ist spannend diese Kräfte und da was sie mit einem machen können so ganz real zu erfahren. Jove ist bisher definitiv die Kraft, die sich mir gegenüber am stärksten manifestiert hat. Aber vielleicht brauche ich so ein Kaliber um endlich zu „glauben“… keine Ahnung. So toll fand ich Den ja bisher nicht. Um genau zu sein mag ich Ihn erst seit dem ersten Juni, seitdem der Monat Seiner Frau angebrochen ist. Ich glaube ja, Sie ist an allem Schuld, Sie hat das eingefädelt und das wird mein Untergang sein.
Na wir werden sehen.

Ich erinnere mich gerade an eine Geschichte über Jove. Er war mal scharf auf eine Nymphe, die aber kein Interesse an Ihm hatte. Er hat versucht sie zu bestechen, zu überreden und gesagt, Er würde ihr jeden Wunsch erfüllen, Er würde alles tun, wenn sie Ihn nur erhöre. Nach einer Weile sagte sie dann „okay“, aber Er müsse ihr den Wunsch vorher gewähren. Er stimmte zu.
Wisst ihr was sie sich gewünscht hat?
Für immer Jungfrau zu bleiben. Er musste ihr diesen Wunsch erfüllen, weil alle Seine Versprechen und Zusagen bindend sind.
Ich weiß leider nicht mehr wer diese Nymphe war und was dann mit ihr passiert ist. Auf die Schnelle konnte ich die Geschichte nicht wieder finden. Ich habe auch mal eine ähnliche Story über Apollon gehört, doch ich denke, da haben sich die Erzählungen vermischt, das kommt oft vor. Ursprünglich wird sie wohl zu Jove gehören, das fühlt sich stimmig an.

Ich finde diese Geschichte auf diversen Ebenen sehr lehrreich, ich mag sie. Aber wenn ich an der Stelle der Nymphe gewesen wäre, hätte ich Ihn um was anderes gebeten.
Hm… ich hab mal gelesen, dass man ägyptische Götter bestechen kann. Vielleicht geht das auch bei den Römern und Griechen? Ich könnte versuchen Jove zu bestechen, damit es endlich auch HIER bei MIR regnet. Nur leider bin ich viel zu fantasielos dafür.

Wenn ihr die Chance hättet einen Gott zu bestechen, damit Er tut was ihr wollt… wie würdet ihr das anstellen? Was würdet ihr Ihm anbieten?

unbenannt

Salzwasser und süßer Wein
über meine Lippen gegossen,
zur offenen Hand und tief in mein Herz.
Du bist nicht mehr mein.
Honig und Rauch, so glimmend, klebrig süß.
Wie Du mir fehlst, Schönster.
Wie Du mich sehnend zurück lässt.
Eine irrsinnige Hitze die alles ausdörrt.
Wie ich Dich will.
Du, bello e impossibile.
Jede Berührung ein Feuer.
Jeder Hauch, jeder Herzschlag
ein Inferno aus Licht.
Mein süßer Prinz, mein ewiges Gold,
mein Morgenrot.
Ich wusste… und doch.
Ich weiß… und doch.
Krallen meine Finger in Dein flammendes Fleisch.
Und fassen ins Nichts.

Divination und Spielkarten

Feuer des Sommers.
Meine Worte sind jetzt Dein.
Mit Herz und Lippen.

Heute hatte ich meine erste Divinations-Session mit Jove. Ich hatte echt RICHTIG Angst, dass es nicht klappt. Bevor ich die erste Karte umdrehte, habe ich ziemlich lange gezögert.
Was ist, wenn das jetzt nicht funktioniert?
Was ist, wenn ich keine Verbindung bekomme? Und warum überhaupt mach ich das jetzt?

Ja, warum eigentlich, ich kann doch auch ohne all das mit Ihm kommunizieren?

Ich sehe die Divination über ein physisches Werkzeug wie Karten als eine Art Verifikation dafür, dass ich nicht nur Geschichten zusammen spinne. Natürlich liegt in der Interpretation noch immer mehr als genug Spielraum zum kreativen Fehldeuten aber… na ja… es senkt die Chancen ein bisschen, finde ich. Ein ganz klein bisschen 😀

Auf jeden Fall war meine Angst unberechtigt und die Session verlief sehr gut. Nicht unbedingt von der Bedeutung der Karten her, sondern in Bezug auf den Energiefluss und die Kommunikation dabei. Das war echt cool und schön. Dass der Energiefluss zwischen Ihm und mir so gut ist, habe ich bereits an dem Tag gemerkt, als wir unsere erste… wie drücke ich das jetzt mal unverfänglich aus… Begegnung hatten. Das war so eine spät nachts, mit viel Tequila und gewichtigen Gesprächen. Wer dachte, das ginge nur mit Thor oder Odin… naaaaa! Die letzten Tage über durfte ich lernen, dass die Römer sogar diverse Weinfeste für Jove hatten.

Ich kenne niemanden sonst, der mit Ihm… Jove… Jupiter… Zeus… in der Form zusammen arbeitet, wie ich das jetzt gedenke zu tun. Daher ist das schon ein bisschen aufregend. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten und das ist gut. Es ist heilsam, dass ich nicht dauernd zu jemand anderem schielen kann „Wie ist Er da, was macht Er dort?“. Bei Loki und Apollon war das ganz schlimm für mich, weil ich automatisch anfing zu vergleichen. Apollon hat bestimmt tausendmal zu mir gesagt „Hör auf nach links und rechts zu schauen, sieh nur mich an!“ Und was hab ich getan? Geguckt was die anderen tun. Ich wollt’s unbedingt wissen und ich bin mir sicher, das hat viel kaputt gemacht.

Auf jeden Fall…
Für die Divination habe ich bisher meistens ganz klassische Tarot-Karten benutzt. Und obwohl das gut funktionierte, begann meine Innenwelt mir mehr und mehr zu signalisieren, dass sie Spielkarten vorziehen würde. Auf vielen „Reisen“, während denen jemand anderes für mich die Karten legte, wurden ausschließlich Spielkarten benutzt. Manchmal gab es Runen (bei Odin und Hel), niemals aber Tarot. Das interpretiere ich so, dass meine Psyche eine gute Verbindung zu Spielkarten hat und ich das ausnutzen sollte. Runen benutze ich nicht direkt für eine alltägliche Divination. Ich empfinde sie extrem gewichtig und bis auf eine einzige Ausnahme kamen sie immer einzeln zu mir. Sie geben eher mal ein Thema vor, helfen mir aber nicht unbedingt dabei es zu analysieren und zu durchschauen.

Als ich mir vor einigen Wochen im Zuge meiner Kardistry-Übungen für Loki und Hermes neue Spielkarten gekauft habe, bestellte ich mir gleich ein Deck der Monarchs mit. Sie sprachen mich optisch mit ihrem edlen Gold und Schwarz sehr an. Ich habe diese Karten nicht explizit für Jove bestellt, aber dennoch mit dem Hintergedanken sie zur Divination zu benutzen. Jetzt denke ich, dass ich sie für die exklusive Arbeit mit Ihm reservieren werde.
Und bevor wer fragt: nein, es gibt keine Orakelsprüche oder Songs von Apollon mehr. Wie ich bereits angekündigt habe, arbeite ich nicht länger mit Ihm zusammen und stehe in diesem Zusammenhang auch nicht mehr als Medium oder Priesterin zur Verfügung. Es gibt da draußen einige sehr begabte, fähige Leute, die diesen Job deutlich besser erfüllen als ich das bisher getan habe. Bei Interesse werde ich Anfragen gerne weiter leiten.

Okay, zurück zum Thema.
Die meisten Leute die mit Spielkarten divinieren nutzen Skatkarten. Ich nicht, ich nutze das volle Deck von Ass, 2, 3 etc. bis zu Dame und König. Außerdem habe ich mich dazu entschlossen die Joker ebenfalls miteinzubeziehen. Die wenigen Deutungshilfen, die ich für das volle Deck gefunden habe, waren recht merkwürdig oder extrem oberflächlich. Ich weiß jedoch aus meiner bisherigen Erfahrung, dass Spielkarten MINDESTENS die gleiche Tiefe haben wie das Tarot. Und ich bestehe auf das große, volle Deck. Das heißt wohl, dass ich mir das jetzt ein bisschen selbst zusammen schustern muss. Mal sehen wie das wird. Interessant auf jeden Fall.

Spielkarten sind ähnlich wie die kleinen Arkana des Tarot, daran kann man sich gut orientieren. Sie sind aber nicht zu 100% identisch (finde ich). Sie fühlen sich stellenweise anders an, haben keine „Bilder“, keine explizite Symbolik. Das hat den Nachteil, dass man sie erst mal lernen muss. Man hat nicht sofort den gewohnten visuellen Eindruck, an dem man schon viel ableiten kann, sondern muss selbst die Assoziationsketten verstehen und anstoßen. Und darin wiederum sehe ich einen großen Vorteil. Gerade wenn man sehr gut im intuitiven und empathischen Arbeiten ist. Die Karte gibt dir einen ganz groben Rahmen und fragt quasi zurück: „Was denkst du?“
Was vielleicht noch gut vergleichbar ist, sind die kleinen Arkana im Thot-Tarot von Aleister Crowley. Wer Erfahrung damit hat, dem dürfte der Zugang zu Spielkarten leichter fallen. Ihre Symbolik ist auch recht minimalistisch (nein, nicht wirklich, ich weiß).

Die Zeichen sind die vier Elemente, wie im Tarot auch. Herz = Kelche (Wasser), Karo = Scheiben (Erde), Kreuz = Stäbe (Feuer) und Pik = Schwerter (Luft).
Allerdings kann man sagen, dass die Pik-Karten allgemein eher negativ sind, während man bei den Schwertern im Tarot doch noch mal hier und da was drehen und positiv interpretieren kann. Meiner bisherigen Erfahrung nach sind mit ganz wenigen Ausnahmen alle Piks scheiße, beschneidend, einschränken, stressig, grausam und streitsüchtig. Aber vielleicht überraschen sie mich auch noch, mal sehen.

Was ganz anders ist als im Tarot, ist die Tatsache, dass dir die großen Arkana fehlen. Ich kann noch nicht sagen, ob das schlimm oder überhaupt störend ist. Mir fehlt dazu die praktische Langzeiterfahrung. Ich werde mich demnächst deswegen mal wieder ein wenig mit der Kabbala befassen. Soweit ich mich erinnere, sind die Großen Arkana die Wege zwischen den einzelnen Sephiroth und die kleinen sind Spiegel der Sephiroth selbst, gefärbt durch das jeweilige Element. Ich weiß nicht, ob sich die großen Karten irgendwie durch die kleinen kompensieren lassen bzw. ob das überhaupt notwendig ist.
Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Thema?

Queen of Heaven

Eya Inanna, Hail to the Queen of Heaven
Whose spiced lips bring life everlasting
Hail to the Queen of Heaven

Eya Ishtar, Hail to the Queen of Heaven
Whose blade spills the blood of passion
Hail to the Queen of Heaven

Eya Babalon, Hail to the Queen of Heaven
Whose azure eyes drown all sorrows
Hail to the Queen of Heaven

riding with the king…

Seit gestern arbeite ich offiziell nicht länger für Apollon. Wenn alles gut geht, habe ich aber ab Litha einen neuen „Job“. Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals in diesem Kontext von mir geben würde aber…
Now I’m riding with the king…

Und nein, ich glaube nicht, dass das eine Beförderung ist. Ich habe eher den Verdacht, im Angesicht der Dinge die jetzt auf mich zukommen, werden mir die Sachen die ich bisher als herausfordernd empfand, wie ein chilliger Spaziergang erscheinen.