Worte aus dem Exil #3 – Eskapismus

Seit jeher habe ich einen starken Hang zum Eskapismus, zur Welt- und Realitätsflucht. Bereits als Kind begann ich Geschichten zu erfinden und intensiv vor mich hin zu träumen. Mit dem Erwachsenwerden änderte sich nichts daran. Im Gegenteil, es wurde sogar stärker, fand ich doch nun weitere Wege wie das Schreiben, PC-Spiele, die bildende Kunst oder Communities und Verbündete mit ähnlichen Interessen diesbezüglich.

Ich kenne viele Menschen die gut mit ihrer Realitätsflucht leben und anscheinend sogar sehr glücklich darin sind. Im Gegensatz zu diesen Leuten leide ich jedoch stark darunter.
Für mich ist die permanente Illusion ein offensichtliches und schmerzhaftes Trugbild. Mir ist bewusst, dass es ein Vermeidungsverhalten ist und so lange ich diese Taktik anwende, bin ich nicht in der Lage mich von dem ursprünglichen Problem zu lösen. Denn natürlich brodelt und brandet es unter der Oberfläche weiter. In Zyklen begegnet es mir immer wieder. Und immer wieder antworte ich mit derselben Reaktion: Flucht. Das muss enden!

Mein Rückzug von der Spiritualität hat dazu geführt, dass mein Gehirn sich jetzt wieder vermehrt mit dem Konstruieren von Geschichten befasst. Plötzlich habe ich wieder furchtbar viele Ideen für Romane und Short Stories. Ich werde dem nicht nachgeben, egal wie verlockend es sein mag.

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