Worte aus dem Exil: Selbstzweifel

How I feel today:

 

 

Eine echte Hassliebe ist das zwischen dem Schreiben und mir. Manchmal wie Folter. Manchmal die einzige Erlösung. Ich versuche mich darauf zu konzentrieren, dass ich es alleine für mich selbst mache, für mein Seelenheil sozusagen. Aber dann gibt es diese Momente in denen ich nach links und rechts blicke, teilen und teilhaben möchte, in der Hoffnung etwas dazu zu lernen und neue Impulse zu bekommen. Es wäre dumm sich ganz zu verschließen, ignorant und einfach auch dilettantisch. Ich will nicht der Nabel meiner eigenen Welt sein. Nicht meine eigene Sonne.
Was dann passiert ist, dass ich anfange alles an mir selbst und dem was ich tue anzuzweifeln. Bin ich gut genug? 95% von mir sind davon überzeugt, dass ich es nicht bin.

„Schätzchen, wofür überhaupt willst du gut genug sein?“ frage ich mich. „Wen willst du damit beeindrucken?“
MICH SELBST, VERDAMMT!
Ich will endlich den Punkt erreichen, an dem ich etwas von mir lese und denke: wow, das ist cool! Das ist stimmig, das ist schlüssig, das ist logisch und das ist SCHÖN. Es soll Gefühle auslösen.

Ich möchte DICH damit berühren. Ich möchte eine Verbindung zwischen dir und mir herstellen. Ich möchte mich der Illusion hingeben, dass meine Gefühle und Eindrücke, dass meine Innenwelt teilbar wäre.
Das ist alles.

Und jetzt werde ich mir einen Tee machen und mich wieder meiner völlig außer Kontrolle geratenen Star-Wars-Fanfiction widmen.

Kennt das Problem jemand von euch? Ihr wollt eine Kurzgeschichte schreiben und dann verselbständigt sie sich einfach, wird länger und länger und länger? Ich habe mich heftig in meine Figuren verknallt und jetzt fällt es mir schwer sie loszulassen.

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3 Kommentare zu „Worte aus dem Exil: Selbstzweifel“

  1. Wow, eben dachte ich wirklich, dass du einfach in meinen Kopf hineingeschaut und meine Gedanken niedergeschrieben hast! Du sprichst mir soooo aus der Seele. Selbstzweifel sind leider mein ständiger Begleiter und ich habe irgendwie noch kein „Mittel“ gefunden, um damit klarzukommen, um einen richtigen Mittelweg zu finden.
    Ich danke dir für diesen ehrlichen Beitrag! Nun fühle ich mich nicht mehr ganz so allein und weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die so fühlt und denkt:-)

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  2. Ich wär froh, wenn ich regelmäßig irgendwas schreiben würde – die Qualitätssicherung käme später.

    Mach doch ein einzelnes Projekt, an dem du lernst und rumbastelst, und nach rechts und links schaust. Bei allem anderen kannst du doch weiter drauflos schreiben.

    Gefällt 1 Person

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