Hermes VII (zwischen den Wegen)

Hermes VII – (zwischen den Wegen)

Jetzt.
Zwischen den Wegen mit Dir.
Und Deine Haut, süß wie weicher Sommertau
auf den jungen Ähren der Demeter.
Wohin hast Du mich gebracht?
Wo sind wir hier?
Nah bist Du, so nah, zu nah.
Ich rieche Dich und wage nicht zu kosten.
So sehr Du Dich mir auch zuwendest.
Trotzdem hab ich Dich auf der Zunge.
Klebrig wie Zucker, den Rauch,
den stillen Morgen, ein Rauschen im Kopf.
Und goldenes Licht hinter den Augenlidern.
Wie lange noch. Wie lange.
Muss ich ausharren in diesem Raum zwischen den Welten.
In den Zwitterstunden, Zwitterzeiten.
Unhaltbar, niemals hier, niemals dort.
So heimatlos bei den Geistern, so ungewollt im Fleisch.
Du stiehlst mir tausend sehnsuchtsvolle Blicke.
Und Lügenworte direkt aus dem Mund.
Ich lausche. Bertrinke mich an Dir.
Und schaue Deinem Zauber zu, Seelenführer,
dem sanften Flügelschlagen und dem wilden Spiel,
wenn Du mir Geschenke zu Füßen legst,
die ich niemals mit Treue aufwiegen kann.
Du sagst, Deine Lippen werden mich nicht verraten.
Du sagst, Deine Hand ist mein.
Und ich bin gänzlich verloren in Dir.

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