Kryptologie

Heute ist ein Tag, an dem ich sehr dankbar für vieles bin. Angefangen beim unverhofften Sitzplatz im Zug… über die Süßigkeiten in der Küche bei meiner Arbeit, bis hin zu der Krypto-Vorlesung, die ich vorhin besucht habe. Letzte Woche gab es ein paar Missverständnisse, so dass ich sie da nicht besuchen konnte. Diesmal fand sie aber statt und ich ging auch hin…
Was soll ich sagen? Auch diesmal gab es anfangs ein wenig Chaos, weil im Intranet die falsche Raumnummer angegeben war. Aber ich fand ihn, juhu, mit fünf Minuten Verspätung. Und dann… war ich die einzige Zuhörerin. Der Dozent hat sie ganz alleine für mich gehalten. Das fand ich krass. Es wird sogar einen weiteren Termin geben… mal sehen. In zwei Wochen vermutlich. Und das ist wundervoll. Und schlimm gleichzeitig, da ich mich frage wieso sich da sonst niemand dafür interessiert. Das ist doch wirklich aufregend?!

Es geht so richtig-richtig um Kryptologie und nicht etwa nur darum „wie kann ich meine Mails verschlüsseln“. Mir wurde klar, dass ich zwar sehr motiviert und interessiert bin, aber trotzdem voll der NOOB ohne Ahnung von irgendwas. Ich kann nicht (mal) programmieren. Der Dozent war nett und hat es mit so wenig komplizierter Mathematik erklärt wie möglich. Danke! Und ich hab’s sogar verstanden. Ich versuche mich nicht unzulänglich zu fühlen, denn schließlich höre ich mir das an, weil ich was dazu lernen möchte. Und die Vorlesung heißt ja auch „Einführung in die Kryptologie“. Da muss er sich eben auch auf Anfänger wie mich gefasst machen. Ich hoffe, er ist nicht enttäuscht 🙂 Ach was, ich glaube der freut sich, dass überhaupt jemand gekommen ist. Sonst hätte der das wohl nicht durchgezogen. Die Zeit flog nur so.

Ich denke, dass Hermes bei dem Thema Seine Finger im Spiel hatte… also dass ich diese Vorlesung jetzt besuchen kann, dass sie überhaupt stattfindet (ist ein bisschen so ähnlich wie mit dem Magie-Workshop, den ich in einem älteren Beitrag erwähnt habe). Der Dozent heute erklärte mir recht ausführlich den „Caesars Shift“, eine Verschlüsselungstechnik, die auf Caesar zurück geht. Als römischer Merkur hat Hermes damals dabei sicher fleißig mit gemischt.
Mitten in der Vorlesung begannen die Deckenfluter wild zu flackern, gingen an und wieder aus. Ja… schön, schön. Ich bin schon dran gewöhnt. Früher wäre ich davon sicher irritiert oder überrascht gewesen. Jetzt nicht mehr. Wenn du ein paar Jahren diesen Weg als „Spirit-Worker“ gehst, erlebst du so einiges das schräg ist.

Der Dozent hat mir später noch die Funktionsweise und Dekodierung der Enigma-Maschine erklärt. Die kannte ich zwar schon aber es war trotzdem interessant, das mal mathematisch vor mir zu haben. Den Einfluss der Wortanalyse und der Buchstabenhäufigkeit dabei erwähnte er ebenfalls.

Also… ich denke, ich werde mich jetzt ein bisschen tiefergehender in das Thema einlesen, denn es ist wirklich SEHR spannend. Es gibt Bereiche in der Mathematik, die ich aufrichtig mag. Schleifen, Paradoxien, Fibonacci, sacred geometry und alles das ins Unendliche läuft. Aber ich bin gleichzeitig kein wirklicher Mathe-Crack. Solange ich es mir vorstellen kann, ist alles gut. Aber wenn es anfängt zu abstrakt zu werden, oder ich keinen praktischen Sinn dahinter sehe, dann steige ich automatisch geistig aus. Ich weiß nicht ob das bei anderen Leuten auch so ist.

Hm…
Ich hatte mal ne Bekannte, die hat in ihrer Freizeit geübt wie man Schlösser knackt. Das klingt doch auch sehr lustig 😀 😀 😀 einfach als Herausforderung, gar nicht mal mit kriminellem Hintergedanken. Ich werde jetzt auch an meinen Karten- und Münztrick-Fähigkeiten weiter üben. Das habe ich mal für Loki angefangen, doch ich glaube, Hermes kann man damit auch erfreuen.

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4 Kommentare zu „Kryptologie“

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