Ariadne I

Vom Ergründen eines Mythos in hundert Variationen… Teil 1 (oder so).

———

Du wolltest nicht mehr sein, sagen sie…
Denn sein hieße fühlen und erinnern.
Von Schmerz.
Nur Blicke vorbei am Verlorengehen.
Ein Atemzug daneben.
Fast in der Lethe versunken,
ertrunken. Wärst du.
Denn vergessen wolltest du.
Doch Er hat dich gegriffen und
mit starken Armen zurück gezerrt.
Ins Leben und das was Er Liebe nennt.
Ob du wolltest oder nicht.
Das kann Er gut, sagen sie…
Hat verhandelt, gefeilscht mit der Tödin, für dich allein,
um dein verwundetes Herz.
Um die Splitter deiner Seele,
die Er sorgfältig wieder zusammen geklaubt,
aneinander gebaut hat.
Das tut Er… sagen sie.
In Feuer und glimmendem Gold und Purpur.
Hat deinen Faden neu spinnen lassen,
den einen, den du niemals hättest hergeben dürfen.
Hat dich von der Schwärze zum Himmel geführt.
Als Königin.
So ist Er, sagen sie…
Und doch.
Sind die Sterne, die dein Haupt krönen,
schal und blass und kalt und totenbleich.

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